Einschau in das Kontenregister

Kreditinstitute müssen rückwirkend ab März 2015 von allen natürlichen Personen und von „Rechtsträgern“ laufend (monatlich!), die Kontoinformationen an das Finanzministerium liefern. Gemeldet werden Namen der Bank, BIC, IBAN, Tag der Eröffnung und Schließung sowie vertretungsbefugte Personen, Treugeber, wirtschaftliche Eigentümer. Als Tag der Eröffnung gilt bei älteren Konten der  1. März 20115. Nicht gemeldet werden Kontostände. Seit Anfang Oktober ist das zentrale Kontenregister nun für Steuer- und Strafbehörden einsehbar.

 

Im Zuge einer Prüfung darf das Finanzamt die Konten der zu prüfenden Personen abfragen und zur Aufklärung vorlegen. Dabei darf der Steuerberater nur dann dabei sein, wenn der Betroffene eine ausdrückliche und schriftliche Zustimmung erteilt.

 

In der Praxis ist bei Prüfungsbeginn oft nur der Steuerberater anwesend. Die Vorlage des Kontenregisters ist aber ohne Klient nicht möglich. Somit wird es in Zukunft häufig erforderlich sein, dass der Abgabenpflichtige zumindest einmal persönlich mit dem Prüfer zusammentrifft, bevor diese abgeschlossen werden kann.

 

TIPP: Die Prüfung der gemeldeten Konten macht Sinn, um falsche Einträge zu löschen.

Kommentare sind deaktiviert